Die Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt, während die Vorstellungskraft die ganze Welt umfasst, den Fortschritt anregt und die Entwicklung hervorbringt.

Albert Einstein

Jede kreative Arbeit zeigt einen Teil unserer Persönlichkeit, unseres Wesens. Unsere Ideen werden Realität. Diese Werkzeuge sind ein Teil meiner Welt, willkommen.

Zwischen Skizze und Partitur

Vierzig Jahre Zettelwirtschaft

Mein Name ist Thomas Haake. Ich mache seit über 4 Jahrzehnten Musik, Live und Studio.

Als ich Anfang der 80er angefangen habe, wurden Lead Sheets mit Papier und Kuli geschrieben, im Bandalltag spielten Computer noch keine Rolle. Akkordbezeichnungen oben, Text unten, dazwischen ein bisschen Rhythmik wenn nötig. Jeder Musiker hat sich sein eigenes Lead Sheet geschrieben, das war damals so und ist es heute eigentlich immer noch. Diese Schmierzettel sind mir über die Jahre ans Herz gewachsen. Sie sind zerfleddert, kaffeebefleckt, ehrlich.

Am Computer nutze ich seit Jahren unter anderem auch iReal Pro. Weit verbreitet in meinen Kreisen. Nur, meine Erwartungen an ein Lead-Sheet-Programm hat es nie erfüllt. Die Vermischung aus Lead-Sheet und Übe-App hat für mich nie wirklich funktioniert und für eine detailliertere Notation der Songs sind die Möglichkeiten viel zu eng, buchstäblich sogar. Guitar Pro oder MuseScore sind großartige und leider komplizierte Tools. Für ein schnelles Lead Sheet jedesmal das falsche Werkzeug. Und wirklich Spaß macht das nicht, wenn es viel Zeit frisst.
Ewig habe ich darauf gewartet, dass jemand etwas baut, das genau dazwischen liegt: intuitiv wie die schnelle Skizze und mit genug Möglichkeiten, einen Song präzise zu notieren. Akkorde im Vordergrund wie auf meinen alten Notizblättern, Melodie dort, wo man sie wirklich braucht.
Wir MusikerInnen haben mehr verdient: bezahlbare Tools, die locker laufen, sich intuitiv nutzen lassen und gut aussehen.

Die KI Claude, die ich jetzt nutze, entspricht meinem Spieltrieb. Meine analytische Denkweise, die fast schon störrische Liebe zu kleinen Details, und die Geduld, Dinge so lange zu beschreiben, bis sie wirklich so sind, wie ich sie mir vorstelle, passen für mich perfekt zu KI. Ganz ehrlich, die Arbeit fasziniert.

Anfangs habe ich die KI behandelt wie einen Kollegen, mit Smalltalk, mit Andeutungen, mit Sätzen, die ein Mensch sofort verstanden hätte. Das funktioniert nicht. KI ist Hammer, Säge und Zange in Einem, aber kein Gegenüber. Sie liest, was dasteht, und nichts dazwischen.
Ich entwickele, die KI baut. Das ist die Arbeitsteilung.
Notepad zu, Mensch noch da, KI weg.

Dass ich die Arbeit stark unterschätzt habe, ist untertrieben. Ich habe keine Mindmap oder irgendeinen Fahrplan vorher aufgeschrieben, sondern einfach angefangen. Meine Vorstellung der intuitivsten Arbeit fließt direkt in das Programm. Logik ergibt sich aus dem, was ich in dieser oder jener Situation auf dem Blatt machen würde. Professionelle Programmierer machen das anders, aber ich improvisiere wie in der Musik. Und am Ende des Tages habe ich immer einen Song oder ein Kapitel für das Programm beendet. Das Ergebnis überzeugt und verblüfft mich selber, wie es mich auch verblüfft, wenn ich einen meiner Songs nach Monaten oder Jahren mal wieder höre.

LeadChart Pro wurde das Lead-Sheet-Tool, das ich mir schon 1995 gewünscht hätte. Ich finde alles da, wo ich es brauche, zu dem Zeitpunkt, der genau richtig ist, ohne Ablenkung, fokussiert, schnell.
Die Idee dahinter ist simpel: Klicken-Ziehen-Fertig. Alles, was ich oft brauche, soll mich einen Klick oder Tastendruck kosten, nicht drei.
Akkord setzen: am Balken ziehen für die Länge, Noten und Akkorde werden automatisch gesetzt; Rhythmusnoten dazu: ein Klick; das ganze Notensystem mal sichtbar, mal nicht, je nachdem, was der Song gerade braucht. Eigene Noten setzen geht direkt, ohne Umweg durch ein Menü, einfach „N" auf der Tastatur drücken und los. 1, 2, 3 Noten, schnell, unkompliziert. Akkorde vorziehen, Volta-Klammern mit Wiederholung: ziehen und fertig. Tonart, Taktart, Tempo: was immer es ist, es ist genau einen Klick entfernt. Easy.
Und wenn das Sheet fertig ist, geht's in Sekunden an die Bandkolleginnen und Bandkollegen. Jede und jeder bekommt die Version, die passt: die Sänger ihr Lead Sheet mit Lyrics, die Bassistin die Akkorde mit Rhythmusnoten, der Pianist das volle Notensystem. Oder ein Mix aus all dem: aus einem Sheet werden so viele Versionen, wie die Band Köpfe hat. Und alles sieht so aus, wie ich das kenne.
Mit einem Klick.

Endlich gibt's das. Nicht weil jemand anders es gebaut hat, sondern weil ich es selber kann, mit Hilfe einer Technologie, die mir vor zwei Jahren noch wie Science-Fiction vorgekommen wäre. Für den Mac ist es da, eine Windows-Version ist geplant. Alles dazu auf leadchartpro.com.